Für kühle Winternächte gibt es kaum etwas Angenehmeres als Leinenbettwäsche. Wenn Baumwolle bereits klamm wird, absorbiert Leinen immer noch Feuchtigkeit, ohne sich nass anzufühlen. Diese Qualität ist mit der Einführung der Baumwolle in Vergessenheit geraten. Dabei ist die leuchtend blaue Flachsblume, aus deren Halmen Leinen gewonnen wird, eine Kulturpflanze mit Tradition, die früher halb Europa mit Textilien versorgt hat. Leinenbettwäsche gehörte lange Zeit in die Aussteuer einer jeden Frau, oft aufwendig verziert und bestickt. Verdrängt wurde sie erst, als billigere Produkte auf den Markt kamen.
Die Bettwäsche besteht aus weißem Leinen 160g/qm mit einer breiten naturfarbenen Bordüre aus Halbleinen 160g/qm (55% Leinen, 45% Baumwolle merzerisiert). Sowohl das Leinen als auch die Baumwolle stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, zertifiziert von der anerkannten Organisation Control Union. Biobaumwolle und Bioleinen sind geschützte Begriffe. Da es sich um Agrarprodukte handelt, gelten die gleichen strengen Vorgaben, Verbote und Kontrollen wie z.B. für einen Bioapfel. Ein ganz wesentlicher Unterschied zum konventionellen Anbau: Auf den Einsatz von Pestiziden bei Anbau und bei der Ernte wird verzichtet.
Um dem Garn seinen besonderen Glanz zu verleihen und es gleichzeitig haltbarer zu machen wird es merzerisiert. Diese Behandlung mit Lauge ist umweltneutral und wird auch von der Naturtextilwirtschaft anerkannt. Bettbezug und Kissenbezug werden mit echten, dunklen Perlmuttknöpfen geschlossen.

Diese Natur-Bettwäsche wird in Dänemark von einer kleinen Textilerguilde entworfen. Hanne Kjeldsen Sall und Mette Lyngso stehen ganz in der Tradition des skandinavischen Designs. Ihre Entwürfe sind schlicht und pur, mit graphischen Elementen und einer großen Liebe zum Detail. Aus persönlicher Überzeugung verpflichten sie sich dabei zu Umweltschutz und Einhaltung sozialer Standards. Sie verwenden ausschließlich hochwertige, langstapelige Pima Baumwolle und Leinen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA). Nach der Ernte wird die Baumwolle in Deutschland verarbeitet, exklusiv für das Unternehmen gewebt und gefärbt. Durch die Handwerkskunst der deutschen Weber entsteht z.B. ein sehr griffiger, zugleich weicher Satin, wie man ihn von Biobaumwolle sonst kaum kennt. Die Muster sind eingewebt, nicht bedruckt.
Waschbar in der Maschine bei 60 °C, Schrumpfen: max. 3 %, trocknergeeignet. Wie bei allen Textilien gilt aber: ohne Trockner lebt ihre Bettwäsche länger. Bitte keine Waschmittel mit optischen Aufhellern verwenden. Ob Sie eine Leinenbettwäsche bügeln oder nicht ist reine Geschmackssache. Leinen knittert edel, heißt es nicht zu unrecht. Auf der anderen Seite scheint manchem das Bügeln von Leinen ein Kunststück für sich zu sein. Dabei ist es leichter als man denkt, wenn Sie ein paar wichtige Dinge beachten: Diese Bettwäsche hat keinerlei chemische Ausrüstung, daher sollte sie am besten im feuchten Zustand leicht in Form gezogen und über die Leine gehängt werden. Bügeln Sie Leinenbettwäsche nicht wenn sie schon trocken ist, sondern mit Restfeuchte: Einstellung ‚Leinen‘ am Bügeleisen, dann geht es wesentlich leichter.